Die Wahl der richtigen Stylingprodukte ist entscheidend für den Zustand trockenen Haares. Manche Inhaltsstoffe können das Haar übermäßig austrocknen und brechen. Vermeiden Sie Produkte mit aggressiven Reinigungsmitteln und starken Weichmachern. Dieser Artikel zeigt Ihnen, welche Inhaltsstoffe Sie vermeiden sollten, um Weichheit, Elastizität und Glanz bei trockenem Haar zu erhalten.
Was sollten Sie bei kosmetischen Inhaltsstoffen vermeiden?
Achten Sie vor allem auf die Etiketten von Haarstylingprodukten. Aggressive Reinigungsmittel und Brennspiritus trocknen das Haar oft aus. Schwere Silikone können das Haar beschweren und die Atmung behindern. Achten Sie bei Kosmetika auf natürliche Feuchthaltemittel und leichte Weichmacher. Das sorgfältige Lesen der Inhaltsstoffe hilft, Inhaltsstoffe zu vermeiden, die trockenes Haar schädigen.
Manche Produkte enthalten Konservierungsstoffe mit starker Reizwirkung. Parabene und Formaldehyde können die Struktur von Haar und Kopfhaut schwächen. Übermäßige Mengen dieser Inhaltsstoffe verringern die natürliche Widerstandsfähigkeit des Haares gegen äußere Einflüsse. Das Haar wird dadurch stumpf und brüchig. Wählen Sie Formeln ohne aggressive Konservierungsstoffe und unnötige Duftstoffe.
Auch die Verwendung von Kosmetika mit hohem Fettalkoholgehalt ist riskant. Sie bieten zwar eine angenehme Konsistenz, können aber einen schweren Film auf dem Haar bilden. Unter solchen Bedingungen können pflegende Kosmetika nicht in das Haar eindringen. Das Ergebnis ist nur ein vorübergehender Glanz, gefolgt von langfristiger Trockenheit. Wählen Sie lieber Produkte mit einer leichten Formel.
Brennalkohol und austrocknende Substanzen
Brennalkohol verdunstet schnell, entzieht dem Haar aber seine natürliche Feuchtigkeit. Dadurch wird das Haar übermäßig kraus und stumpf. Die Verwendung von Produkten mit hohem Ethanolgehalt kann zu Mikrorissen im Haarschaft führen. Vermeiden Sie Gele und Mousses mit hohem Alkylalkoholgehalt. Trockenes Haar braucht Feuchtigkeit, nicht Austrocknung.
Weitere austrocknende Substanzen sind Sulfonate und Sulfate, die stark schäumen. SLS und SLES sind in preiswerten Kosmetika weit verbreitet, schädigen aber die Lipidbarriere des Haares stark. Zu viel Schaum führt nicht immer zu einer besseren Reinigung. Wählen Sie lieber sanfte Reinigungsstoffe, die den Hydrolipidhaushalt von Kopfhaut und Haar nicht stören.
Anstelle aggressiver Reinigungsmittel sollten Sie sanfte Zucker- und Aminosäuretenside wählen. Sie bewahren die natürliche Feuchtigkeit und schützen das Haar vor Feuchtigkeitsverlust. Das macht das Haar weich und geschmeidig, ohne es zu beschweren. Produkte ohne austrocknende Alkohole verbessern die Haarstruktur mit jeder Haarwäsche.
Hochmolekulare Silikone
Silikone wie Dimethicon und Amodimethicon sind häufig in Spülungen und Haarmasken enthalten. Sie bilden eine Schutzschicht auf dem Haar, die es vor Umwelteinflüssen schützt. Kurzfristig verleihen sie dem Haar Glanz, behindern aber langfristig das Eindringen von Nährstoffen. Große Silikonmoleküle setzen sich an der Oberfläche ab und beschweren das Haar. Mit der Zeit wird das Haar steif, stumpf und brüchig.
Schwere Silikone können zudem die Haarwäsche erschweren. Herkömmliche Shampoos ohne starke Reinigungsmittel können sie nicht entfernen. Es sind starke Reinigungsprodukte erforderlich, die das Haar zusätzlich austrocknen. Trockenes Haar reagiert weniger gut auf die häufige Anwendung stark wirkender Shampoos. Daher lohnt es sich, flüchtige Silikone zu wählen oder ganz zu vermeiden.
Leichtere Alternativen sind Silikone mit geringerem Molekulargewicht, die sich leichter ausspülen lassen. Produkte mit Cyclomethicon oder Dimethiconcopolyol bilden eine Schutzschicht und lassen das Haar gleichzeitig atmen. Ihre Inhaltsstoffe blockieren nicht das Eindringen von Masken und Ölen. Das gibt trockenem Haar Halt und spendet sofort Feuchtigkeit.
SLS- und SLES-Sulfate
Sulfate, d. h. Natriumlaurylsulfat und Natriumlaurethsulfat, sind aggressiv schäumende Inhaltsstoffe. Übermäßige Mengen in Reinigungsprodukten führen zu Trockenheit und Reizungen der Kopfhaut. Das Haar wird stumpf, spröde und bruchanfällig. Übermäßiger Gebrauch von Sulfaten schädigt die natürliche Lipidbarriere des Haares.
SLS und SLES entfernen hervorragend Fette, absorbieren aber auch die im Haar natürlich vorhandenen. Trockenes Haar ohne schützende Lipidschicht verliert schneller Feuchtigkeit, was zu krausem, stumpfem Haar führt. Wählen Sie besser sulfatfreie Shampoos oder Shampoos mit sehr geringer Konzentration. Sanfte Aminosäuretenside helfen, den richtigen Feuchtigkeitsgehalt aufrechtzuerhalten.
Produkte mit der Bezeichnung „sulfatfrei“ basieren auf milden, pflanzlichen Inhaltsstoffen. Sie reinigen effektiv, ohne die Haarstruktur zu belasten. Dadurch wird trockenes Haar geschmeidiger und widerstandsfähiger gegen Schäden. Wählen Sie am besten bewährte Formeln ohne aggressive Sulfate.
Schwerwachse und -butter
Wachse und Sheabutter werden häufig Stylingprodukten zugesetzt. Sie sollen die Frisur glätten und ihre Form erhalten. Auf trockenem Haar können sie jedoch einen dicken Schutzfilm bilden. Diese Barriere verhindert, dass Nährstoffe eindringen und das Haar mit Feuchtigkeit versorgen.
Schwerwachse beschweren das Haar, machen es schlaff und volumenlos. Nasses Styling kann ungleichmäßig und fettig wirken. Für das Styling empfehlen sich leichte Pflegeprodukte wie Maisöl oder ätherische Silikonöle. Sie spenden Feuchtigkeit, ohne trockenes Haar zu beschweren.
Anstelle von schweren Wachsen sollten Sie Produkte mit hohen Konzentrationen an Feuchthaltemitteln verwenden. Glycerin und Panthenol ziehen Feuchtigkeit aus der Umgebung ins Haar und machen es weich und geschmeidig. Die Frisur hält länger und das Haar behält seine natürliche Leichtigkeit.
Parabene und reizende Konservierungsstoffe
Parabene sind häufige Konservierungsstoffe in Stylingprodukten. Ihre antimykotischen und antibakteriellen Eigenschaften können zwar wirksam sein, reizen aber oft die Haut. Eine gereizte Kopfhaut kann zu einer übermäßigen Talgproduktion führen, die das Haargleichgewicht stört. Trockenes, ungeschütztes Haar verliert seinen Glanz und wird brüchig.
Andere Konservierungsstoffe wie Formaldehyd und Isothiazolinone können allergische Reaktionen auslösen. Selbst geringe Mengen dieser Stoffe in Stylingprodukten können empfindliche Kopfhaut schädigen. Mit der Zeit werden die Haarfollikel schwächer, und Haar fällt aus. Daher empfiehlt es sich, Produkte mit natürlichen Konservierungsstoffen wie Grapefruitkernextrakt zu wählen.
Paraben- und konservierungsmittelfreie Kosmetik ist eine gute Wahl für extrem trockenes Haar. Ihre Formeln basieren auf sanfteren Inhaltsstoffen, die die Formel schützen. Aufklärung über Konservierungsstoffe und deren Alternativen ermöglicht Ihnen die bewusste Auswahl sicherer Produkte. Eine gesunde Kopfhaut ist die Grundlage für schönes, kräftiges Haar.
Wie liest man Kosmetiketiketten?
Überprüfen Sie immer die INCI-Inhaltsstoffe auf der Produktverpackung. Inhaltsstoffe am Anfang der Liste enthalten die höchste Konzentration. Wenn Brennspiritus oder starke Reinigungsmittel unter den ersten Inhaltsstoffen stehen, sollten Sie vom Kauf absehen. Natürliche Feuchthaltemittel und leichte Emolliens sollten weit oben auf der Liste stehen.
Achten Sie auf lange chemische Bezeichnungen, da sich dahinter aggressive Konservierungsstoffe verbergen können. Wenn Sie einen Inhaltsstoff nicht identifizieren können, lohnt es sich, in der Online-INCI-Datenbank danach zu suchen. Transparente Inhaltsstoffe erleichtern den Produktvergleich und die Auswahl sicherer Formeln. So wird das Stylen von trockenem Haar zu einem effektiven und sicheren Ritual.
Testen Sie Produktproben an einer kleinen Haarsträhne, um die Wirksamkeit zu beurteilen. Beobachten Sie die Reaktion Ihrer Kopfhaut und den Zustand Ihres Haares nach einigen Tagen der Anwendung. Wird Ihr Haar geschmeidiger und glänzender, ist die Formel geeignet. Bei Reizungen oder Trockenheit setzen Sie die Anwendung sofort ab.
Agnes Biermann
